Rückblick

Geschichte des Fallstein-Gymnasiums

Die Gründung des Gymnasiums fällt in die Zeit der Wende und ist ein „klassisches Beispiel für lebendige Basisdemokratie“ ¹ und ein „Symbol dafür, was man erreichen kann, wenn man sich einig ist.“ ¹ Dank gilt hier all denjenigen, die mit viel Engagement für Osterwieck als Standort eines Gymnasiums einwirkten und die Chancen dieses einmaligen Zeitfensters zu nutzen wussten. So begann also am 2.9.1991 der Unterricht am Fallstein-Gymnasium mit 539 Schülerinnen und Schülern sowie 43 Lehrerinnen und Lehrer in drei Gebäuden innerhalb des Stadtgebietes Osterwieck (Mauerstraße, Sonnenklee und Teichdamm) und der Außenstelle in Badersleben. Die räumlichen Gegebenheiten wiesen sicherlich einige Unzulänglichkeiten auf, aber dem gegenüber standen Tatendrang, Optimismus und eine faszinierende Aufbruchsstimmung. Nicht alle Ideen konnten verwirklicht werden, aber einige …

Dazu zählt insbesondere der Schulneubau – der nur möglich war, „weil der Wille zum Aufbau beim Schulträger (die Stadt Osterwieck ) stets vorhanden war“ ²

Ab dem Schuljahr 1994/95 fanden unsere Schülerinnen und Schüler mit dem neuen Schulgebäude hervorragende Rahmenbedingungen für ihre Lernarbeit vor. Durch die barrierefreien Zugänge des neuen Gebäudes sowie auch das Implementieren pädagogischer Mitarbeiterinnen war es möglich Schülerinnen und Schüler zu integrieren, die auf besondere Hilfsmittel und Unterstützung angewiesen sind. Gemeinsames Lernen ist zur Selbstverständlichkeit geworden.

Schule nicht nur als Ort der Wissensvermittlung im Rahmen von Unterricht, sondern darüber hinaus auch als Lebens- und Erfahrungsraum zu empfinden, spiegelt sich in der Mitarbeit seit 1993 im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen und in der Gestaltung als Ganztagsschule wider. Als offene Ganztagsschule sind wir seit 1998/99 anerkannt. In diesem Zusammenhang formte sich auch unser Leitbild „ Brücken bauen“ – Brücken als Sinnbild für eine feste, verlässliche Verbindung. Brücken innerhalb der Schule – gemeinsames Lernen, gemeinsames Gestalten und gemeinsame Verantwortung für das Lernen vor Ort – aber eine Schule braucht auch Verbindungen nach Außen, braucht Partner – diese haben wir und können auf ein gutes Netzwerk in unserer Region verweisen. Dieses gilt es weiterhin zu pflegen und auszubauen und uns als Schule darin einzubringen. Dazu bedarf es weiterhin engagierter Akteure innerhalb und im Umfeld unseres Gymnasiums, die unser Konzept und Leitbild mittragen und mit Leben erfüllen, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war.

Schule wird immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen. Ich habe aber keine Zweifel daran, dass wir auch diese im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler bewältigen werden.

Dahingehend birgt der Blick zurück auf 25 Jahre Optimismus und gibt Mut, die kommenden 25 + x Jahre anzugehen. Ich bin sicher, dass wir als Fallstein-Gymnasium auch dann noch ein fester Bestandteil unserer Region sein werden, auf den die Stadt Osterwieck stolz sein kann.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ (Aristoteles)

Sylvia Gemeiner
Schulleiterin

 

¹ Festschrift FGO-1991-2001, Vorwort , U. Simons (Bürgermeister) S. 4
² Festschrift FGO-1991-2001, Vorwort , B. von der Heide (Schulleiter) S. 5